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Modedesign


Die erste Person, auf die der Begriff Modeschöpfer zutrifft, war Charles Frederick Worth (*1826-†1895).
Bevor er sein Modehaus ("maison couture") in Paris gründete, waren es überwiegend namenlose Schneider und Schneiderinnen, die Kleidung entwarfen. Nur wenige der Modeschaffenden aus der Zeit vor Charles Frederick Worth schafften es, sich einen Namen zu machen. Eine dieser Ausnahmen war Rose Bertin, die Modistin der französischen Königin Marie Antoinette, die sich jedoch selber mehr als Künstlerin verstand.

Worth schuf als erstes die Tradition, dass Kunden einen bestimmten Stil mit einem Modeschöpfer verknüpften und dass Modekollektionen durch Mannequins vorgestellt wurden. Nach Worth war es Paul Poiret, der diesem Konzept treu blieb und die alltägliche Mode durch seine Haute Couture beeinflusste. Paul Poiret war auch derjenige, der begann, das Korsett aus der Damenmode zu entfernen.

Die nächsten Designer in der Tradition von Poiret und Worth waren: Patou, Vionnet, Fortuny, Jeanne Lanvin, Coco Chanel, Schiaparelli, Balenciaga und Christian Dior.

Der Einfluss der Haute Couture ging in den 1960er Jahren zurück. Unter dem Einfluss von Mode-Ikonen wie beispielsweise Marilyn Monroe, Audrey Hepburn und Jackie Kennedy oder Mannequins wie Twiggy sowie der stärker werdenden Emanzipationsbewegung wurde Mode immer weniger von der Haute Couture beeinflusst.

In dieser Zeit begannen Modemarken nicht nur Kleidungsstücke zu produzieren, sondern auch ein Image zu kreieren oder eine Mode zu schaffen, die gezielt einzelne Zielgruppen oder Subkulturen ansprach. Vivienne Westwood zum Beispiel schuf eine Mode, die in Wechselbeziehung zum Punk stand.


Modernes Modedesign und moderne Designer

Das heutige Modedesign wird grob in zwei Kategorien unterteilt: Haute Couture und "Ready-to-wear". Eine Haute-Couture-Kollektion zielt exklusiv auf eine wohlhabende Schicht von Kunden, für die die Mode maßgeschneidert wird. Um als offizielle "Haute-Couture"-Haus zu gelten, muss der Modedesigner oder die Marke zur Vereinigung für Haute Couture zählen. Diese in Paris angesiedelte Organisation gehört zum französischen Handelsministerium, auch wenn dieser Organisation Designer unterschiedlichster Nationalität angehören.

Um als "Haute-Couture-Haus" zu gelten, muss mindestens zweimal jährlich eine Modeschau gezeigt werden, bei der mindestens 35 verschiedene Modelle vorgestellt werden.

"Ready-to-wear"-Kollektionen werden dagegen nicht maßgeschneidert. Die "Kleider von der Stange" werden in standardisierten Größen hergestellt: Eine feinere Unterteilung unterscheidet dabei Designer-Kollektionen und Konfektionsware. Designerkollektionen zeichenen sich in der Regel durch hohe Qualität und ungewöhnlichere Schnitte aus. Heutzutage haben diese Designerkollektionen mehr Einfluss auf die Alltagsmode als die Haute Couture. Designerkollektionen werden als "pret-a-porter" ebenfalls auf den Modeausstellungen vorgestellt.

Konfektionsmode ist die, die am häufigsten in den Läden zu finden ist. Geschaffen für den Massengeschmack ist es nicht ihr Ziel, ein Modestatement abzugeben, sondern tragbare Kleidung anzubieten.

Obwohl eine Reihe moderner Modedesigner nach wie vor traditionell qualitativ hochwertige Mode schaffen wollen, die tragbar ist, gibt es eine Reihe von Designern, deren Ziel es ist, sich den Themen Kleidung, Mode und Lebensstil aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu nähern. Dazu gehören beispielsweise Yojhi Yamomoto, Junya Watanabe, Martin Margiela oder Warmenhoven & Venderbos sowie Elsa Schiaparelli, die in den 30er bis 50er Jahren des 20. Jahrhunderts arbeitete.
 

 


Abendkleider

Hawaiihemd ist die deutsche Bezeichnung für das Aloha Shirt oder Hawaiian Shirt. Es gehört zur typischen Freizeitkleidung auf den Inseln Hawaiʻis und wurde darüber hinaus vor allem als typisches Souvenir bekannt. Der Siegeszug des Aloha Shirt begann damals innerhalb weniger Wochen, als Honolulus jeunesse dorée bunte, maßgeschneiderte Hemden aus Yukata, einem kühlen, leichten Baumwollgewebe für japanische Kinderkleidung trug. Wegen der schmalen Stoffbahnen mussten für das Hemd eines Jugendlichen oder Erwachsenen zehn Stoffstücke zugeschnitten werden – eine Tradition, an der die Hersteller klassischer Hawaiihemden bis heute festhalten. Touristen und Soldaten zeigten ebenfalls lebhaftes Interesse an den fröhlichen Hemden, die innerhalb weniger Tage von eigens darauf spezialisierten Schneidern gefertigt wurden.