Der Stresemann PDF
schneiderDer Stresemann ist ein nach Gustav Stresemann benannter Anzug, der hauptsächlich vom Bräutigam als "Frack des Tages" getragen wird. Er wird nur am Vormittag getragen und eignet sich auch für andere Gelegenheiten, wie Trauerfeier, Staatsempfang oder Bankett. Der Stresemann ersetzt den Cutaway.

Er besteht aus einer schwarz-grau gestreiften Hose, schwarzen Schuhen, einem schwarzen oder dunkelgrauen Jackett, einer hellgrauen Weste, einem weißen Hemd und dazu eine silbergraue Krawatte mit Krawattennadel.

Er beruht auf der Bequemlichkeit des bekannten deutschen Politikers. Dieser war es nämlich leid, zwischen Büro und Reichstag immer den Anzug wechseln zu müssen. Während man im Parlament und auch sonst in der politischen Öffentlichkeit nach damaligem (und heute noch in Japan üblichem) Protokoll einen Cutaway tragen musste, dieser aber für den normalen Regierungsalltag im Büro zu unpraktisch und zu feierlich war, tauschte Gustav Stresemann den Cut, wenn er die Reichskanzlei betrat, gegen eine dem Gehrock ähnliche Jacke aus, die, weil sie mittlerer Länge war, gerade noch zu den eigentlich würdevollen gestreiften Hosen des Cut-Anzuges getragen werden konnte, aber immer noch ausreichend gemütlich und schlicht war, um auf der Straße und im Büro getragen zu werden. Stresemann sparte so das Aus- und Anziehen einer anderen Hose und Weste, war doch der "Trick" des Stresemann-Anzuges gerade der, dass man beim Cut-Anzug nur den Cut austauscht. Ihm blieb somit mehr Zeit zum Regieren und überdies schuf er mit seiner "Rationalisierung" einen neuen Anzug.
 

 


Abendkleider

Hawaiihemd ist die deutsche Bezeichnung für das Aloha Shirt oder Hawaiian Shirt. Es gehört zur typischen Freizeitkleidung auf den Inseln Hawaiʻis und wurde darüber hinaus vor allem als typisches Souvenir bekannt. Der Siegeszug des Aloha Shirt begann damals innerhalb weniger Wochen, als Honolulus jeunesse dorée bunte, maßgeschneiderte Hemden aus Yukata, einem kühlen, leichten Baumwollgewebe für japanische Kinderkleidung trug. Wegen der schmalen Stoffbahnen mussten für das Hemd eines Jugendlichen oder Erwachsenen zehn Stoffstücke zugeschnitten werden – eine Tradition, an der die Hersteller klassischer Hawaiihemden bis heute festhalten. Touristen und Soldaten zeigten ebenfalls lebhaftes Interesse an den fröhlichen Hemden, die innerhalb weniger Tage von eigens darauf spezialisierten Schneidern gefertigt wurden.