Smoking für den Bräutigam PDF
braeutigamCut oder Smoking?

Am Tag der Tage hat der Bräutigam die Qual der Wahl!
Die Braut erscheint im weißen Kleid und er? Im eleganten Smoking, im festlichen Frack oder der Cut für den Vormittag?
Wenn es ums heiraten geht dreht sich scheinbar alles immer um die strahlende Robe der Braut.
Die Gaderobe des Mannes scheint eher im Hintergrund zu bleiben. Das muß aber nicht sein!
Die riesige Auswahl an Herrenmode für festliche Stunden läßt den zukünftigen Ehemann immer mehr in den optischen Mittelpunkt rücken.
Das elegante Outfit des Bräutigams kann für gesellschaftliche Anläße immer wieder getragen werden.
Ob Opernball, Theaterbesuch, Konzert oder Cocktailparty - mit Ihrer eleganten Kleidung liegen Sie hier stets goldrichtig.

Für morgens: Der Cut

Der "Cutaway", heute einfach nur "Cut" genannt, ist das Überbleibsel des Gehrocks, der um die Jahrhundertwende über dem Anzug getragen wurde. Der Cut ist der Frack des Tages - man(n) trägt ihn bei großen Hochzeiten am Vormittag oder allgemein bei festlichen Anlässen vor 15 Uhr. Die Jacke wird in anthrazit oder silbergrau, mit einer schwarzen oder schwarz - grau gestreiften Hose getragen. Dazu gehören noch einige Accessoires: Ein weißes Hemd mit Kent- oder Kläppchenkragen, eine silbergraue Krawatte und eine zweireihige Weste in perlgrau oder beige und nicht zu vergessen, die strahlend weißen Glacè - Handschuhe. Als i-Tüpfelchen empfiehlt sich eine dezent gemusterter Plastron ( eine etwas breitere und kürzere Krawatte ) mit Perlnadelschmuck. Ein schwarzer oder silbergrauer Zylinder, elegante schwarze Schuhe und eine weiße Chrysantheme im Knopfloch runden das perfekte Outfit ab.
Übrigens: In den USA und in England sind Cut und Plastron die offizielle Hochzeitsrobe - für Bräutigam und Gast!

Einfach klassisch: Der Frack

Der absolute Klassiker des abends - der Frack. Bei festlichen Veranstaltungen und traditionell großen Hochzeitsfeiern nach 19 Uhr ist der Herr mit einem Frack perfekt gekleidet.
Im 18. Jahrhundert gehörte der Frack noch zur Tageskleidung - und das in den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten. Besonders berühmt war der Soldaten- und der englische Tuchrock, der auch zum Reiten verwendet wurde. Seit 1850 ist der Frack in gedeckten Farben zum reinen Abendanzug geworden. Der kurze Frackrock mit seinen langen Schößen ist vorn stets offen und mit parallel verlaufenden Knöpfen besetzt, Satin schmückt dabei das spitze Revers. Die Frackhose ist immer ohne Umschlag gearbeitet - zwei Borten, auch Galons genannt, zieren die Seitennaht. Der Bräutigam trägt eine blütenweiße Weste aus Piquè mit schmalen lange gezogenem Revers und weißer Piquè-Schleife. Natürlich darf auch das Frackhemd mit Kläppchenkragen aus Piquè nicht fehlen. Die Strümpfe aus Seide oder feiner Baumwolle sollten stets knielang getragen werden und die Schuhe nur schwarz sein!
Übrigens: Die Aufforderung zum Frack wird auf der Einladungskarte mit "white tie" vermerkt.

Immer richtig: Der Smoking

Der schwarze, einreihige Smoking ist die perfekte Wahl des Bräutigam für die kircheliche Trauung. Aber auch bei anderen Festen um die späte Abendstunden ist Ihnen im Smoking ein erstklassiger Auftritt garantiert. Die traditionelle Farbe des Smokings ist schwarz, das Hemd mit verdeckter Knopfleiste und Doppelmanschetten meist strahlend weiß, es darf aber crèmefarben ausfallen. Als klassische Ergänzung gelten eine schwarze Weste aus Satin oder ein schwarzer Kummerbund mit schwarzer Schleife. Die Revers oder Seitenspiegel sind beim Smoking stets mit Seidensatin besetzt und zeigen entweder ein spitzes Revers oder einen Schalkragen.
Übrigens: Hier heißt es auf der Einladungskarte "black tie".

Im Sommer: Das Dinner-Jacket

Das ideale Outfit für Hochzeiten und Feste, die in der sommerlichen Jahreszeit stattfinden, ist das Dinner-Jacket. Die Ähnlichkeit mit dem Smoking ist nicht zu übersehen - das Dinner-Jacket ist aber stets in Weiß oder Ecrù und aus besonders leichtem Materialien wie Seide oder Leinen gearbeitet. Das Jacket wird von einer schwarzen Smokinghose ergänzt. Wenn Sie es richtig klassisch mögen, kombinieren Sie mit dem Dinner-Jacket einen schwarzen oder dunkelroten Kummerbund - natürlich nur mit der dazu passenden Schleife! Zur etwas legereren Sommerparty darf das Dinner-Jacket auch gern mit farbigen Accessoires getragen werden, wie zum Beispiel Schleife, Kummerbund, Pochette oder Phantasieweste.
Besonders wichtig:
Zu besonders festlichen Anlässen wird beim Dinner-Jacket und beim Smoking die Weste gegen den Kummerbund getauscht. Die Plisseè-Falten des Kummerbundes werden dabei immer so getragen, dass sie nach oben offen sind. Vorsicht bei schwarzen Schleifen zum Weißen Jacket - man könnte Sie mit dem Oberkellner verwechseln!