Brautschleier - Aberglaube und Tradition PDF
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Brautschleier - Aberglaube und Tradition

Viel Aberglaube ist mit dem zarten Gebilde des Brautschleiers verbunden. Nach guter alter Sitte darf die Braut den Schleier erst nach der Trauzeremonie zurückschlagen, um das Eheglück mit einem Kuß zu besiegeln. Zu fortgeschrittener Stunde - um 12 Uhr Mitternacht - wird der Schleier der Braut abgenommen.
Da dem Schleier, den die Braut an ihrem Freudentag trägt, das große Glück anhaftet, versucht jeder der weiblichen Hochzeitsgäste ein Stückchen Glück, sprich Schleier, zu erhaschen. Für die ledigen Frauen bedeutet das, daß sie demnächst heiraten werden. Diejenige, die sich das größte Stück sichern konnte, schreitet als erste zum Taualtar.
Oft werden der Braut auch die Augen verbunden und sie ergreift das nächstbeste Mädchen, um ihr den Schleier aufzusetzen. Die Bedeutung ist dieselbe:
Die Auserwählte wird schon bald mit ihrem Liebsten die Trauringe wechseln.

Mit dem Ablegen des Schleiers erhielt die Braut früher die sogenannte Frauenhaube. Damit war sie vom Stand des Mädchens in den Stand der Ehefrau übergetreten.
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